BOXEN MIT EINEM POKERFACE

Das Kartenspiel „Pokern“ bezieht Täuschung und verborgene Gefühle mit ein.
Ein Spieler wettet, dass der Wert seiner Karten größer ist als der in den Händen seiner Mitspieler.
Von Kartenspieler wird gesagt, ein Pokergesicht zu tragen bedeutet, dass sie ihre Gedanken und Gefühle verbergen, um die anderen Mitglieder des Spiels irrezuführen oder zu überzeugen.
Z.B. können sie ein Bild darstellen, dass sie ausgezeichnete Karten haben, obwohl dies nicht so ist.

Während ich nicht vorschlage, dass du ein Spieler wirst, kann ein Kämpfer vom Konzept des Pokergesichtes zweifellos lernen.

Ein Boxer muss seine Gefühle während der Konkurrenz auch verbergen.
Wenn er getroffen wurde oder ermüdet ist, muss er diese Gefühle vor seinem Konkurrenten verdecken.
Die Idee hinter dem Pokergesicht ist, ein spezifisches Bild deinem Konkurrenten darzustellen. Z.B. die letzte Runde in einem Kampf, besteht die Möglichkeit, dass beide, du und dein Konkurrent mit der Ermüdung kämpfen.
Eure Arme sich schwer fühlen, die Beine unsicher. In die Ecke des Konkurrenten schauen, um eine Schwäche zu erkennen.
Ist er auch ermüdet? Ist seine Atmung schwer?
Was kannst du von seiner Körpersprache lesen?
Die letzte Sache, die ein müder Kämpfer sehen möchte, ist ein Blick der Stärke und der Energie von seinem Konkurrenten.
Ein müder Kämpfer hofft, dass sein Konkurrent mindestens gleich müde ist, oder möglicherweise sogar erschöpft.
Du hast wahrscheinlich Kämpfe gesehen, wo beide Boxer im Wesentlichen einen gegenseitigen Waffenstillstand geschlossen haben.
Die zwei Athleten clinchen, schieben aber boxen nicht. Jeder Athlet ist vollständig erschöpft, und versucht, einige Momente der Erholung und hofft, dass sein Konkurrent in der gleichen Situation ist.
Akzeptiere diese Storyline nicht. Informiere niemand, dass du müde bist.
Wenn dein Konkurrent die einen momentanen Stillhalteabkommen anbietet, reiß einen Uppercut auf der Innenbahn.
Es gibt keine Stillhalteabkommen, bis zum Gong der letzten Runde.
Bemerkst du wie dein Konkurrent nach Luft keucht und versucht dich zu halten, schiebe die Ermüdung beiseite und starte einen Zwischenspurt.
Verberge die Müdigkeit
Die Fähigkeit, Ermüdung zu verbergen muss, wie jede mögliche Fertigkeit entwickelt werden.
Dies ist nicht etwas, das von selbst kommt. Ein Kämpfer muss mit dem Blick der Kraft und der Vitalität trainieren.
Egal wie hart du trainierst, du solltest coolness beibehalten.

Z.B. Bei intensiven, harten Training zeig deinem Trainer nicht, wie müde du bist.
Am Ende einer Runde, atme tief durch, sei locker und entspannt.
Egal wie müde du bist, ist jetzt die Zeit, die Ermüdung zu verstecken.
Wende diese Mentalität in allen Aspekten des Trainings an.

Die Müdigkeit zu verbergen ist eine von vielen Formen der Täuschung, ähnlich der Finte.
Eine Finte ist eine Aktion, die dem Gegner eine Absicht vorzutäuschen, um diesen zu einer vorhersehbaren Reaktion zu bewegen. Führt der Gegner seine Reaktion aus, ist dies eine günstige Gelegenheit um die eigentlich beabsichtigte Aktion auszuführen.
Finten sind nur dann Erfolg versprechend, wenn sie nicht als solche zu erkennen sind.
Sie müssen überzeugend vorgebracht werden und nicht zur Gewohnheit werden, da sie sonst als Täuschungsversuch erkannt werden können und so den Fintierenden in Gefahr bringen.
Die Müdigkeit zu verstecken gilt als eine Form von Finten.
Du täuscht deinen Konkurrenten, indem du ihm den Eindruck gibst, dass du frisch und zum Kämpfen bereit bist.

Außerdem solltest du die Ermüdung während und zwischen den Runden verstecken. Viele Trainer blicken zwischen den Runden in die Ecke des Gegners. Wenn sie sehen, dass du erschöpft in der Ringecke sitzt motivieren sie ihre Kämpfer, „Blick auf ihn, bei ihm ist die Luft heraußen, er ist fertig, greif in an“.
Gibt der anderen Ecke diese Munition nicht.
Sitz auf deinem Schemel und behalte dein Pokergesicht bei. Gelassen jeden wissend lassen Sie, dass du dich stark fühlst und bereit bist zu kämpfen.
Behalte Dein Pokergesicht innerhalb des Ringes bei.